Linie 4 (Wien, 1929-1972)

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[bearbeiten] Liniengeschichte

Kurzstreckentafel der Linie 4 (Stand IX.1965: Westbahnhof - Praterstern). Der grüne Querstrich signalisiert den damaligen Sondertarif für die innerstädtischen Autobuslinien.
Kurzstreckentafel der Linie 4 (Stand IX.1965: Westbahnhof - Praterstern). Der grüne Querstrich signalisiert den damaligen Sondertarif für die innerstädtischen Autobuslinien.





Gemeinsam mit der Linie 7 wurde die Linie 4 als erste der neuen innerstädtischen Autobusolinien eröffnet. Bereits im Oktober 1929 wurde sie zum Nordwestbahnhof umgelegt, 1931 nach Inbetriebnahme der neuen 2 aber bis zum Karmeliterplatz zurückgezogen. 1933 wurde der Betrieb der Tageslinien bis 20 Uhr verlängert und die Linie 4 gleichzeitig über Graben – Stephanplatz geführt und bis zur Malzgasse verlängert. Im Februar 1934 wegen der Unruhen ebenfalls kurzzeitig eingestellt, kam sie ab März wieder bis zum Nordwestbahnhof. Durch die Rationierung von Treibstoff und Bereifung wurden bereits ab September 1939 Einschränkungen im Autobusbetrieb vorgenommen, auch die Linie 4 war bei den ersten Einstellungen dabei.


1949 wurde die Linie wieder in Betrieb genommen, allerdings zum Praterstern geführt. 1951 wurde die Mariahilfer Straße und der Vorplatz des Westbahnhofes umgebaut und die Linie 4 deswegen kurzzeitig zur Kirchengasse verkürzt. 1954 war die Verlegung der Gleise in der Praterstraße von Seiten- in Mittellage der Grund für die Verkürzung der Strecke, 1955 die Umbauten am Praterstern. Am 15. März 1970 fuhr die Linie letztmalig zum Westbahnhof, da sie wegen des erneuten Umbaues der Mariahilfer Straße zur Babenbergerstraße zurückgezogen wurde. Ab August 1970 kam im Zuge der Einstellung der durchgehenden Autobuslinien eine neue Linie 4 in Betrieb. Die Einbahnerklärung der Ringstraße brachte dann das Ende.


Da die innerstädtischen Autobuslinien als "Luxus" angesehen wurden, erhielten diese einen Sondertarif, welcher ausschließlich auf diesen Linien Gültigkeit erlangte. Um diese tarifliche Besonderheit erkennbar zu machen, wurden die Routentafeln mit einem grünen, diagonal verlaufenden Strich versehen sowie eine ebenfalls grün "durchgestrichene" Tafel mit dem Text "Innerstädtischer Tarif" im Bereich der Windschutzscheibe (Oberkannte) angebracht. Die Umsteigemöglichkeiten wurden auf den Kurzstreckentafeln mit schwarzer (im selben Tarif verkehrende Linien) und roter Schrift (übrige Linien) angeschrieben, das Kürzel "EST" stand hierbei für die "elektrische Stadtbahn", die Bezeichnungen "Kailinien" und "Ringlinien" galten als Überbegriff für die zahlreich aufgesplitterten Linienbezeichnungen des Straßenbahnbetriebs entlang der betreffenden Straßenzüge.




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