Linie 20 (Wien, 1928-1955)
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[bearbeiten] Liniengeschichte
- Erster Betriebstag am 30. Jänner 1928: Gymnasiumstraße – Salmannsdorf
- Ab 20. April 1930 An schönen Sonn- und Feiertagen nach Bedarf: Währinger Gürtel - Salmannsdorf
- Ab 17. Oktober 1935: Verwendung des Liniensignals 20
- Ab 3. November 1941: Billrothstraße - Salmannsdorf
- Letzter Betriebstag am 12. März 1945
- Wiederinbetriebnahme am 11. März 1946: Nußdorfer Platz – Klosterneuburg-Kierling
- Am 15. Juli 1954: Wegen Hochwasser ab Nußdorfer Platz über Grinzing und Kahlenberg nach Klosterneuburg
- Ab 20. September 1954: Stadtbahn Heiligenstadt - Klosterneuburg-Kierling
- Letzter Betriebstag am 27. November 1955
Anstelle einer in der Krottenbachstraße konzessionierten Straßenbahnlinie (Nr. 98 in der Konzessionsurkunde vom 24. März 1899) wurde, vorerst ohne Liniensignal, eine Autobuslinie in Betrieb genommen. Ab dem Frühjahr 1930 wurde sie zur Entlastung der Straßenbahn an schönen Sonn- und Feiertagen bis zur Stadtbahnhaltestelle Nußdorfer Straße verlängert. In den folgenden Jahren wegen Straßenbau mehrfach verkürzt geführt, bekam sie nach Inbetriebnahme der Linie 21 auf den Kahlenberg ebenfalls ein Liniensignal, nämlich die Nummer 20.
1941 brachten die kriegsbedingten Einschränkungen (der gesamte übrige Autobusverkehr wurde mit Jahresende eingestellt) eine Verkürzung bis zur Billrothstraße, dabei wurde durch Reversieren in der Obersteinergasse umgekehrt. Wegen Einstufung als kriegswichtig konnte die Linie aber immerhin weiter verkehren. 1943 wurden 11 Autobusse für den Betrieb mit Niederdruck-Stadtgas (welches in einer Gummiblase in eigenen Anhängern mitgeführt wurde) umgebaut und ab 8. März wieder bis zur Gymnasiumstraße (wo sich die Tankstelle befand) gefahren. Bereits 1942 war begonnen worden, entlang der Strecke nach Salmannsdorf Masten für eine geplante Umstellung auf Obus-Betrieb aufzustellen, nach einem Bombenangriff am 10. Juli 1944, bei dem im Bahnhof Gürtel auf 3 adaptierten Gleisen abgestellte Obusse schwer beschädigt wurden, waren aber sämtliche Pläne für Obusbetrieb obsolet geworden. Mit zuletzt 8 betriebsfähigen Autobussen wurde der Verkehr noch bis zum 12. März 1945 aufrecht erhalten, danach verkehrten in Wien für fast genau 1 Jahr keine Autobusse mehr im Linienverkehr.
1946 begann der Autobusverkehr so wie er geendet hatte, nämlich wieder mit einer Linie 20, die nun auf neuer Strecke vom Nußdorfer Platz bis zum Bahnhof Klosterneuburg-Kierling verkehrte. Die Linie wurde im Gemeinschaftsbetrieb mit den Privatfirmen Zuklin und Kolda betrieben, wobei die Gemeinde Wien 7, die beiden Privatfirmen je 3 Autobusse einsetzten. Mit der (vorerst bescheidenen) wirtschaftlichen Erholung ging auch ein immer höheres Fahrgastaufkommen einher, bald schon mußten auf der Verbindung nach Klosterneuburg Anhänger eingesetzt werden, besonders an schönen Sonn- und Feiertagen waren die Autobusse trotzdem oftmals überfüllt. 1954 gab es Hochwasser, von dem auch die Linie 20 betroffen war, daher wurde am 13. Juli die Endstelle in Klosterneuburg vom Niedermarkt auf den Stadtplatz verlegt. In der Heiligenstädter Straße fuhren die in den Mittagsstunden eilends die von der Linie 6 zur Linie 20 überstellten hochrädrigen WIVO im Schrittempo durch das teilweise in die Wagen schwappende Wasser, trotzdem konnte der Verkehr bis zum planmäßigen Betriebsschluß aufrecht erhalten werden. Am 14. Juli war in der Heiligenstädter Straße kein Verkehr mehr möglich, für Wochenkartenbesitzer wurde aber ein Notverkehr von Nußdorf über Grinzing und den Kahlenberg nach Klosterneuburg eingerichtet. Ab 15. Juli verkehrte die Linie wieder normal.
1955 hatten schließlich die jahrelangen Versuche der beiden Privatfirmen, die städtischen Autobusse von der einnahmeträchtigen Verbindung nach Klosterneuburg zu verdrängen, Erfolg, die Linie 20 wurde eingestellt. Lediglich in der morgendlichen Hauptverkehrszeit verkehrten vom Bahnhof Klosterneuburg-Weidling bis zur Wintergasse noch bis März 1956 auf der Linie 20A Wiener Autobusse.
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