Autobus (Sankt Pölten)

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Allgemeines

Das Stadtbus-Netz ist der wichtigste Träger des öffentlichen Verkehrs in St. Pölten. Es wird unter der Marke StadtBus Lup von Postbus und N-Bus im Auftrag der Stadt betrieben.

Fast im gesamten Netz herrscht Taktverkehr. Die Intervalle sind von ca. 5.00 bis 20.30 Uhr (Samstags bis ca. 18.30 Uhr) im Bereich von 5-10 Minuten (Innenstadt) und 15-30 Minuten (äußere Stadtteile).

[bearbeiten] Statistische Daten

Im Folgenden einige Zahlen und Fakten zum Stadtbusnetz:

Gefahrene Jahreskilometer:  1.900.000 km
Gesamtlänge Streckennetz:  110 km
Haltestellen:  333
Durchschnittliche Linienlänge:  28 Haltestellen
Durchschnittlicher Haltestellenabstand:  330 m
Busse:  28
Fahrer:  ca. 100 täglich

Insgesamt 70% des bebauten Gebietes befindet sich innerhalb eines 300m-Radius zu einer Stadtbus-Haltestelle.

Fahrgastzahlen der letzten Jahre:

2005: 2.413.364
2006: 2.453.393 (+1,8%)
2007: 2.495.653 (+1,6%)
2008: 3.514.852 (+40,8%: neues Liniennetz)
2009: vorr. ca. 4 Mio

[bearbeiten] Fuhrpark

Stadtbusse
Stadtbusse

Im Stadtverkehr kommen ausschließlich moderne Niederflurbusse zum Einsatz. St. Pölten ist darüberhinaus österreichweit die erste Stadt, die ihre gesamte Stadtbus-Flotte auf CNG-betriebene Busse umstellt. Es handelt sich dabei um eine Erdgas-Variante des Mercedes Citaro. Diese Busse haben geringere Abgaswerte als Dieselbusse, die Partikelemission (Ruß) reduziert sich um 90%.

Sie sind in den aktuellen blau-weißen Stadtbusfarben lackiert und tragen das rote Lup-Logo auf den Seitenfenstern. Es gibt sowohl 2-türige als auch 3-türige Busse. Sie sind niederflurig ausgeführt, bieten barrierefreien Zugang (Absenken auf das Niveau der Gehsteigkante, ausklappbare Rampe), Stellplätze für Kinderwägen und Rollstühle, und sind vollklimatisiert. Den Besitzer kann man an den Kennzeichen erkennen:

  • Busse von N-Bus haben Kennzeichen der Form 'P–NBUSxx'.
  • Busse von Postbus haben Kennzeichen der Form 'BD–xxxxx' (und darüberhinaus zusätzlich zur Stadtbus-Lackierung kleine 'Postbus'-Aufschriften).

Derzeit gehören auch noch einige dieselbetriebene Niederflurbussen zur Stadtbusflotte. Es handelt sich dabei ebenfalls um Mercedes Citaros, sowie Restbestände von MAN NL 222. Diese Busse haben meist noch Postbus-Lackierung (in lichtgrau-rapsgelb oder orange), sind aber oft mit Vollwerbung beklebt. Auf der Linie 10 kommt ein Kleinbus vom Typ Mercedes Sprinter zum Einsatz.

Alle Busse haben Matrix- bzw. LED-Außenanzeigen vorne, rechts (beim Einstieg) und hinten, teilweise auch links. Die meisten Busse sind innen zusätzlich mit digitaler Stationsansage und mit LCD-Monitoren ausgestattet. Diese zeigen eine Übersicht über das Fahrziel und die 5 folgenden Stationen an, sowie Zusatzinformationen zur kommenden Haltestelle (öffentliche Gebäude, Sehenswürdigkeiten u. dgl.)

[bearbeiten] Linien

[bearbeiten] Normallinien

Die meisten Linien sind relativ lange Durchgangslinien, die von einem Außenbezirk über das Zentrum bis zu einem anderen Außenbezirk geführt werden. Ausnahmen: Die Linie 10 ist eine Stadtrandverbindung, und die Linie 28 ist ein Rundkurs.

Der wichtigste Knotenpunkt ist der in der Innenstadt gelegene Hauptbahnhof, der von allen Linien außer der Linie 10 angefahren wird. Es gibt aber noch viele andere Umsteigemöglichkeiten im gesamten Netz.

Die Linien haben eindeutige Leitfarben, die auf Fahrplänen und an den Haltestellen verwendet werden. Die Linien 1 bis 10 sind Bestandteil des Lup-Taktfahrplans; die Linie 28 ist nur eingeschränkt unterwegs.

Liniennetzplan St. Pölten
Liniennetzplan St. Pölten

Die Linien im Einzelnen:

  • Linie 1: Johannesplatz – Mühlweg – Hbf – Josefstraße – Georg-Sigl-Straße
  • Linie 2: Gartenstadt Kremserberg – Hbf – Regierungsviertel – Stattersdorf – Harland
  • Linie 3: Johannesplatz – Austraße – Hbf – Teufelhof – Missongasse
  • Linie 4: Friedhof – Hbf – Wagram – Ratzersdorf – Pottenbrunn – Unterradlberg
  • Linie 5: Traisenpark – Mühlweg – Hbf – Josefstraße – Missongasse
  • Linie 6: Traisenpark – Wagram – Hbf – Friedhof
  • Linie 7: VAZ – Handel-Mazetti-Straße – Hbf – Herzogenburgerstraße – Ratzersdorf – Pottenbrunn Bf
  • Linie 8: Harland – VAZ – Josefstraße – Hbf – Viehofen – Unterradlberg
  • Linie 9: Ziegelbahnstraße – Hbf – Regierungsviertel – Arbeitergasse
  • Linie 10: Harland – Ochsenburg – St. Georgen
  • Linie 28: Hbf – Stadtwald – Witzendorf – Hbf
  • Verstärkerlinie: Hbf – Gymnasium – WIFI

[bearbeiten] Nacht-/Veranstaltungslinien

Bei Großveranstaltungen im VAZ/Messegelände oder in der Innenstadt verkehren meist 3 (nächtliche) Sonderlinien. Übliche Strecken sind:

  • 1: VAZ – Hbf – Traisenpark – Radlberg – Pottenbrunn – Schindlerstraße – VAZ
  • 2: VAZ – Teufelhof – Spratzern – St. Georgen – Unterwagramerstraße – Hbf – VAZ
  • 3: VAZ – Gutenbergstraße – Witzendorf – Kupferbrunnstraße – VAZ

Die genauen Linienführungen sowie die Fahrzeiten und Intervalle sind den jeweiligen Veranstaltungsankündigungen oder Aushängen an Haltestellen zu entnehmen.

[bearbeiten] Regionalverkehr

Der Hauptbahnhof ist Knotenpunkt zahlreicher hauptsächlich vom Postbus betriebener Regionallinien. Diese Busse können innerhalb der Kernzone wie Stadtverkehrslinien benutzt werden. Im Folgenden grobe Streckenübersichten:

  • Linie 1442: Landhaus – Hbf Nord – Mariazeller Str. (–weiter nach Ottenschlag)
  • Linie 1455: Hbf Nord – Kremser Landstr. – Weitern – Ragelsdorf (–weiter nach Krems)
  • Linie 1520: Hbf Nord – Wiener Str. – Ratzersdorf – Pottenbrunn (–weiter nach Neulengbach, Zwentendorf)
  • Linie 1522: Hbf Nord – Mühlweg – Oberradlberg – Unterradlberg (–weiter nach Traismauer)
  • Linie 1524: Hbf Nord (–weiter nach Herzogenburg)
  • Linie 1530: Hbf Nord – Probst-Führer-Str. – Weitern (–weiter nach Unterwölbling)
  • Linie 1532: Hbf Nord – Friedhof – Waitzendorf (–weiter nach Gansbach)
  • Linie 1534: Hbf Nord – Friedhof – Waitzendorf (–weiter nach Wimpassing)
  • Linie 1538: Hbf Nord – Linzer Str. – Auf der Bauernschanze (–weiter nach Pöggstall)
  • Linie 1539: Hbf Nord – Mariazeller Str. – Völtendorf (–weiter nach Laubenbachmühle)
  • Linie 1541: Hbf Nord – Mariazeller Str. – Völtendorf (–weiter nach Ober-Grafendorf, Rennersdorf)
  • Linie 1543: Hbf Nord – Mariazeller Str. – Völtendorf (–weiter nach St. Margarethen)
  • Linie 1545: Hbf Nord – Mariazeller Str. – Hart – St. Georgen (–weiter nach Türnitz)
  • Linie 1558: Hbf Nord – Mariazeller Str. – Spratzern – (–weiter nach Mariazell)
  • Linie 1562: Hbf Nord – Mariazeller Str. – Spratzern – Harland – Ochsenburg (–weiter nach Perschenegg)
  • Linie 1564: Hbf Nord – Daniel-Gran-Str. – Neugebäudeplatz – Purkersdorfer Str. (–weiter nach Michelbach)
  • Linie 1566: Hbf Nord – Daniel-Gran-Str. – Neugebäudeplatz – Purkersdorfer Str. (–weiter nach Stössing)
  • Linie 7744: Hbf Nord – HTL (–weiter nach Mank)
  • Linie 7747: HTL – Eybnerstr. – Neugebäudepl. – Josefstr. – Völtendorf (–weiter nach Texing)

Für vollständige Haltestellenangaben aller Regionalbusse innerhalb und außerhalb des Stadtgebietes, siehe die jeweiligen Fahrpläne.

[bearbeiten] Historisch

Dieser Abschnitt beschreibt das alte St. Pöltner Liniennetz, wie es sich seit dem 20. Jahrhundert entwickelte und bis zur großen Umstellung des Stadtverkehrs auf das Lup-Konzept am 27. Dezember 2007 in Betrieb war.

Die Busflotte im späten 20. Jahrhundert bestand hauptsächlich aus diversen Niederflur-Modellen von MAN (NL 202/222, A21), die teilweise mit elektrischen Außentüren (ähnlich den ULF-Straßenbahnen in Wien) ausgestattet waren. Auch ein MAN-Gelenkbus war zeitweise im Einsatz. Später wurden zunehmends Busse vom Typ Mercedes Citaro angeschafft. Zusätzlich wurden zeitweise andere Modelle getestet (z.B. Renault); diese verschwanden jedoch meist nach kurzer Zeit wieder. Weiters kamen auf Nebenlinien gelegentlich auch noch Hochflurbusse zum Einsatz.

Das Streckennetz hatte vor der Umstellung im Jahr 2007 eine Länge von 84 km und ca. 200 Haltestellen. Es wurden ca. 900.000 Jahreskilometer gefahren, wofür ca. 17 Busse benötigt wurden. Dieses Netz war für St. Pölten schon lange völlig unzureichend, was sich auch in den niedrigen Fahrgastzahlen (nur ca. 2,5 Mio. pro Jahr) widerspiegelte.

Die Linie 14 verkehrte in einem ganztägigen 15-Minuten-Takt, die Linien 4, 6 und 8 in einem ganztägigen 30-Minuten-Takt (wobei die Linien 4 und 6 durch Parallelführung im zentrumsnahen Bereich ebenfalls einen 15-Minuten-Takt boten). Die anderen Linien hatten unterschiedliche Intervalle.

Der alte Liniennetzplan, gültig bis 2007
Der alte Liniennetzplan, gültig bis 2007

Normallinien:

  • Linie 2: Rundlinie Kranzbichlerstraße
  • Linie 4: Hauptbahnhof – Landhaus – Ratzersdorf – Pottenbrunn
  • Linie 6: Friedhof – Landhaus – Traisenpark
  • Linie 8: Hauptbahnhof – Herzogenburgerstraße – Friedhof
  • Linie 10: Hauptbahnhof – Teufelhof
  • Linie 12: Hauptbahnhof – Harland – St. Georgen
  • Linie 14: Johannesplatz – Rödlstraße Merkur
  • Linie 18: Hauptbahnhof – Pottenbrunn – Radlberg – Hauptbahnhof
  • Linie 26: Hauptbahnhof – Gutenbergstraße
  • Linie 28: Rundverkehr Witzendorf
  • Linie 56: Rundverkehr Waldsiedlung

Sonderlinien:

Nachtbuslinien:

  • Sternschnuppe: St. Georgen – Hauptbahnhof – Pottenbrunn (Nachtbuslinie)

[bearbeiten] Siehe auch



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