Österreichische Bundesbahnen

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Allgemeines

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Die Österreichischen Bundesbahnen sind ein Verkehrskonzern, der bis auf wenige Ausnahmen in der gesamten Republik den Nah- und Fernverkehr betreibt. Es werden täglich an die tausend Bahnhöfe und ÖBB-Haltestellen angefahren und als einer der größten Arbeitgeber des Landes gehen die Arbeiter und Angestellten ihren Tätigkeiten nach.

Während im Großraum Wien bereits seit Jahrzehnten das S-Bahn System gut funktioniert, wird seit dem Fahrplanwechsel 2007 auch im Großraum Graz der Versuch gestartet die S-Bahn zu etablieren (die meisten Regionalzüge im Großraum Graz werden vertaktet geführt und als S-Bahn bezeichnet). Weitere S-Bahn-Projekte wurden in Salzburg und Innsbruck bereits teilweise verwirklicht.

Im Jahre 2004 wurde die Änderung des Bundesgesetzes zur Neuordnung der Rechtsverhältnisse der Österreichischen Bundesbahnen (Bundesbahngesetz) beschlossen.

Die Hauptabsicht war, dass der als Zweig der Betriebsverwaltung des Bundes gebildete Wirtschaftskörper "Österreichische Bundesbahnen" eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit wird. Bis zur Umstrukturierung der Bahn waren die ÖBB eine eigene Sektion im Verkehrsministerium, die Republik selbst war Unternehmer.

Zur Ausgliederung hatte der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie eine Kapitalgesellschaft mit einem Grundkapital von 1,9 Milliarden Euro und dem Firmenwortlaut "Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft" zu gründen.

Dadurch wurde im April 2004 die ÖBB-Holding AG gegründet. Sie ist die strategische Leitgesellschaft des Konzerns. Eigentümer ist zu 100 Prozent die Republik Österreich. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie ist Anteilsverwalter und Eigentümervertreter in der Holding.

Die Holding wiederum hält alle Anteilsrechte an den Gesellschaften des Konzerns ÖBB.

Die ÖBB-Infastruktur AG wurde im Oktober 2009 rückwirkend per 01.01.2009 gegründet, durch die Zusammenlegung von Infrastruktur Betrieb AG und Infrastruktur Bau AG.

Konzerngliederung

Der ÖBB Konzern gliedert sich in folgende Gesellschaften (Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung):

  • ÖBB-Personenverkehrs AG
  • Rail Cargo Austria AG
    • Rail Cargo Hungaria Zrt.
    • Express-Interfracht Internationale Spedition GmbH
  • ÖBB-Produktion GmbH als 49 %-Tochter der PV AG und 51 %-Tochter der RCA AG
  • ÖBB-Technische Services-GmbH als 49 %-Tochter der PV AG und 51 %-Tochter der RCA AG
  • ÖBB-Infrastruktur AG
    • ÖBB-IKT GmbH
    • Mungos GmbH
    • Rail Equipment GmbH
    • ÖBB-Immobilienmanagement GmbH
  • ÖBB-Shared Service Center GmbH
  • ÖBB Werbecenter GmbH

Zahlen, Daten, Fakten

Stand 01.07.2011

  • 5.146 Streckenkilometer
  • 10.143 km Gleise (7.969 km elektrifiziert)
  • 1.178 Betriebsstellen
  • 322 besetzte Stellwerke
  • 229 Tunnel & Galerien
  • 113 Verschubstandorte
  • 6.733 Brücken & Viadukte
  • 3991 Eisenbahnkreuzungen
  • 59 Unterwerke
  • 5 fahrbare Unterwerke
  • 1967 km Bahnstromleitungen (110 kV)
  • 212 Langsamfahrstellen (Länge: 182 km)

Zugkilometer (in Mio.) ÖBB-Schienennetz

Jahr Gesamt Personenverkehr Güterverkehr Dienstzüge
2005 140,7 86,6 46,2 7,9
2006 147,1 90,3 48,5 8,3
2007 150,1 92,6 50,0 7,5
2008 152,0 95,3 49,6 7,1
2009 145,5 97,9 41,5 6,1
2010 148,3 97,8 44,3 6,2
2011 143,5 95,1 42,7 5,7

EVU die mit der ÖBB-Infrastruktur AG einen Infrastrukturnutzungsvertrag abgeschlossen haben

  • 2001: GKB, LogServ, Lokomotion, LTE, ÖBB PV AG, Rail Cargo Austria, ÖBB Traktion, ÖBB Technische Services, WLB
  • 2005: Bayerische CargoBahn GmbH, City Airport Train, DB Fernverkehr AG, DB Regio AG, Graz-Köflacher Eisenbahn GmbH, LogServ, Lokomotion, Logistik- und Transport-GmbH, Montafonerbahn AG, ÖBB PV AG, Rail Cargo Austria, ÖBB TR GmbH, ÖBB TS GmbH, Raaberbahn AG, Rail Center Nürnberg GmbH, Rail Transport Service GmbH, Salzburger Lokalbahn, SüdostBayernBahn, Stern & Hafferl, Steiermärkische Landesbahn, TX Logistik Austria GmbH, WLB
  • 2011: City Airport Train, DB Fernverkehr AG, DB Regio AG, Graz-Köflacher Eisenbahn GmbH, LogServ, Lokomotion, Logistik- und Transport-GmbH, Montafonerbahn AG, ÖBB PV AG, Rail Cargo Austria, ÖBB PR GmbH, ÖBB TS GmbH, Raaberbahn AG, Raaberbahn CargoEisenbahn AG, Rhomberg Bahntechnik, Rail Professionals Stütz GmbH, Rail Transport Service GmbH, Salzburger Lokalbahn, SüdostBayernBahn, Stern & Hafferl, Steiermärkische Landesbahn, TX Logistik Austria GmbH, WLB, Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH

Abkürzungen

  • AB: Anschlussbahn
  • Abzw: Abzweigstelle (innerhalb eines Bahnhofes)
  • Abzww: Abzweigweiche (Abzweigung einer andere Strecke, die in beide Richtung signalmäßig befahren werden kann)
  • ARAMIS: Advanced Railway Automation, Management and Information System; Leittechnik der Betriebsführung
    • ARAMIS-A: Statistik; Pünktlichkeits-, Leistungs- und Störungsstatistik
    • ARAMIS-B: Verteiler; Verteilung von Daten
    • ARAMIS-C: Steuerung; Zuglenkung
    • ARAMIS-D: Disposition; Soll/Ist-Vergleich, Ermittlung von Verspätungen, Grafische Übersichten, Zuglisten, Halte und Haltezeiten festlegen, Gleisbelegung, Verfügbarkeitseinschränkungen, ...
    • ARAMIS-M: Maintenance; Störungsanzeige
    • ARAMIS-P: Trassenmanagement; Fahrzeitrechnung, Fahrplananordnungen, Fahrstraßenfestlegung, Erfassung von Trassen
  • AURIS: Automatisches Reisendeninformationsystem
  • Awanst: Ausweichanschlussstelle
  • AZA: Automatische Zuganzeige am Bahnsteig
  • BASA: Bahnselbstanschluss
  • Betra: Betriebs- und Bauanweisung
  • BBK: Betrieblicher Baukoordinator
  • Bf: Bahnhof
  • BFS: Betriebsführungsstrategie / Betriebsfernsteuersystem
  • BFZ: Betriebsführungszentrale
  • Bm: Bahnmeister
  • BSK: Betriebsstörungskonzept
  • Bst: Betriebsstelle
  • Bzf: Bauzugführer
  • BÜ: Betriebsüberwacher
  • CER: Gemeinschaft der europäischen Eisenbahninfrastrukturbetreiber
  • Dispo: Dispositionsstelle
  • Dst: Dienststelle
  • DV: Dienstvorschrift
  • E-BIS: Elektrobetriebsinformationssystem
  • EBO: Einheitliche Bedienoberfläche
  • EisbG: Eisenbahngesetz 1957, Bundesgesetz über das Eisenbahnwesen
  • EK: Eisenbahnkreuzung
  • EKSA: Eisenbahnkreuzungssicherungsanlage
  • EKÜS: EK-Überwachungssignal
  • Elm: Elektromeister
  • EPA: Elektronische Platzbuchungsanlage
  • ERTMS: European Rail Traffic Management System, gem. TSI vorgeschriebene Systeme und Prozesse zur europaweit einheitlichen Betriebsführung bestehend aus Zugsicherungssystem ETCS, System für mobile Kommunikation GSM-R und Echtzeitinformationssystem EUROPTIRAILS
  • ESA: Eisenbahnsicherungsanlage
  • ESDIS: Elektronisches sicherungstechnisches Diagnose- und Informationssystem
  • EURIS: Elektronisches Europäisches Reservierungs- und Vertriebssystem
  • EUROBALISE: Infrastrukturseitige Datenübertragungseinheit zur punktförmigen Datenübertragung
  • EUROLOOP: Infrastrukturseitige Datenübertragungseinheit zur kontinuierlichen Datenübertragung in einem bestimmten Abschnitt („Loopkabel“)
  • EUROPTIRAILS: Europäisches Echtzeit-Zugüberwachungs- und Dispositionssystem
  • FAPLO: Fahrplananordnung
  • Fbf: Frachtenbahnhof
  • Fdl: Fahrdienstleiter
  • Fdl-Inko: Fahrdienstleiter Informationskoordinator
Verantwortlich für die tagesaktuelle Verteilung von Informationen der Betriebsführung an Kunden, interne und externe Stellen.
  • Fdl-Fia: Fahrdienstleiter Fahrgastinformation
Bedient die Fahrgastinformationssysteme und führt die Fahrgastinformation durch.
  • Fdl-Beko: Fahrdienstleiter Betriebskoordinator
Überwacht betriebliche Dispositionen und Steuerungen am Netz sowie kurzfristige Änderungen im Personaleinsatz
  • Fdl-Noko: Fahrdienstleiter Notfallkoordinator
Zuständig für Information, Kommunikation und Dokumentation bei Vorfällen, Krisen und unterstützenden Maßnahmen bei Störungen
  • Fdl-Zl: Fahrdienstleiter-Zuglenker in Betriebsführungszentralen
Zuständig für die dispositive Betriebsabwicklung und operative Abwicklung der Zugfahrten in dem ihm zugewiesenen Zuglenkbereich
  • Flm: Fahrleitungsmeister
  • FPLBP: Fahrplanbezugspunkt
  • fUW: fahrbares Unterwerk
  • GA: Geschwindigkeitsanzeiger
  • GB: Geschäftsbereich
  • GL: Gebietsleiter Netzbetrieb
  • Gla: Gleisaufseher
  • Glm: Gleismeister
  • GM: Gleismagnet
  • GSM-R: Global system for mobile communication - Railway
  • GVA: Geschwindigkeitsvoranzeiger
  • Hst: Haltestelle
  • H-Lst: Halte- und Ladestelle
  • HOA/FOA: Heißläuferortungsanlagen / Festbremsortungsanlagen
  • IB: Infrastrukturbetreiber
  • Indusi: Induktive Zugbeeinflussung
  • Infra TIS: Transportinformationssystem der ÖBB-Infrastruktur
  • KooVS: Koordinationsstelle Verkehrsstation
  • LEL: Lokeinsatzleiter
  • LÜ: Lademaßüberschreitung
  • MVS: Management Verkehrsstation
  • NB: Netzbetrieb
  • NBÜ: Notbremsüberbrückung
  • NZ-KM-BBP: Netzzugang – Kapazitätsmanagement – Baubetriebsplanung
  • OBl: Oberbaustofflager
  • OFm: Oberfernmeldemeister
  • Pbf: Personenbahnhof
  • PEL: Personaleinsatzleiter
  • PV-AG: Personenverkehr AG
  • PV-PRO: Personenverkehr Produktion
  • PV-SM: Personenverkehr AG – Security Management
  • PZH: Personenzughalt (Personenzughalt in einem „Großbahnhof“, der gleichzeitig kein Fahrplanbezugspunkt ist und nicht mit Signalen gedeckt ist.)
  • RAN: Richtlinien für das Abwarten von Anschlüssen
  • RBC: Radio Block Center - Infrastrukturseitige Datenübertragungseinheit zur kontinuierlichen Datenübertragung via GSM-R
  • RoLa: Rollende Landstrasse
  • RSB: Regionaler Sicherheitsbeauftragter der Netzbetrieb Region
  • RIC: Übereinkommen über die gegenseitige Benützung der Personen- und Güterwagen im internationalen Verkehr
  • RID: Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter
  • RIV: Übereinkommen über die gegenseitige Benützung der Güterwagen im internationalen Verkehr
  • ROA: Remisenoberaufseher
  • RPLT: Regionales Produktionsleitteam
  • RVL: Regionale Verkehrsleitung
  • RZÜ: Rechnergestützte Zugüberwachung
  • Schapo: Schaltposten
  • SCG: Schienen-Control, Österreichische Gesellschaft für Schienenverkehrsmarktregulierung mbH
  • Sifa: Sicherheitsfahrschaltung
  • SKl: Schwerkleinwagen
  • S-MVS: Service- und Sicherheitsmanager Verkehrsstation
  • SSL: Signalstreckenleitung
  • Strltg: Streckenleitung
  • TEE: Strategische Allianz von deutscher Bahn, Schweizer Bundesbahn und Österreichischer Bundesbahnen im internationalen Schienenverkehr
  • Tfz(f): Triebfahrzeug(führer)
  • TSI: Technische Spezifikation Interoperabilität
  • TUE: Technische Überwachung
  • UNIFE: Europäischer Verband der Eisenbahnindustrie
  • ÜST: Überleitstelle
  • Vbf: Verschiebebahnhof
  • vFB: vereinfachter Fernbedienbereich
  • VGS 80: Vereinfachtes Gleisbildstellwerk „80“
  • VLZ: Verkehrsleitzentrale des Geschäftsbereiches Netzbetrieb
  • VLZ-KT: VLZ-Koordinationsteam
  • VzG: Verzeichnis der örtlich zugelassenen Geschwindigkeiten
  • Wgm: Wagenmeister
  • WgR: Wagenrevisor
  • Zfst: Zugförderungsstelle
  • Zgf: Zugführer
  • ZIKO: Zentraler Informationskoordinator in der VLZ
  • ZLB: Zugleitbereich
  • Zl-Bf: Zugleitbahnhof
  • Zls: Zuglaufstelle
  • ZLCP: Zuglaufcheckpoint
  • ZNFL: Zentrale Informationsleitstelle
  • ZSM: Zentrales Störungsmanagement
  • Zub: Zugbegleiter, Zugbegleitmannschaft

Weblinks

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